Klicktipp

Irgendwann in einem Anflug mieser Laune stieß ich auf BBC 4 und die Youtubereihen. Ich stehe total auf die Reihe „What is love“ in der das Phänomen der Liebe wunderschön mit tollen Cartoons erklärt wird.

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Adventsgedanken

Ich mag den Advent nicht. Nicht das Theologische dahinter, sondern vielmehr das Gedönz im Vordergrund. Gerade in der Adventszeit tut sich jeder semibegabte Musikus hervor – und es geht mir auf den Senkel mit „do they know it’s white christmas and silent night -2-3-4“. Überall sind diese wenig talentierten schief singenden Grundschülergruppen mit Tamburinen und Blockflöten (Kälte schadet diesen Instrumenten, ihr Honks), die dann schief und in seltsamen Tonhöhen amerikanische Ghospel vertonen. Alle Welt findet es dann aber gefälligst süß, weil man es seit Jahrzehten so macht.

Ich nicht. Ich finds scheiße, dass Egostate zu Lasten meiner Ohren geht. Ich kotz ja auch nicht jedem vor die Füße, wenn es mein Bedürfnis ist.

Superdupermarkt

Ja, ich mag meinen örtlichen Superdupermarkt nicht. Es ist NIE das da, was man braucht, man bekommt eine fachkundige Beratung, deren Inhalt ist: Wat brauchn se? Ja nich mein Problem.

Doch heute schoss meine liebste Verkäuferin, nennen wir sie Frau Brech nicht den Vogel, sondern nen ganzen Schwarm Andenkondore ab.

Nachdem es keinen Joghurt für mich gab, nahm ich ne Packung Russisch Brot und ne Coke mit. Ich ging an die Kasse und wollte zahlen. Mein Bargeld reichte nicht für die 2 Euro drölf, deswegen gab ich ihr die EC-Karte. Sie saß wieder da, gestyled wie ein explodierter Transenweihnachtsbaum und mit einer Laune, die einem jegliche Form der Freude versaut.

Sie: Geht net

Ich: Wie?

Sie: Ja, da isch ne Sperre drin, ab 5 Euro (komischerweise habe ich neulich auch für 3,34 per Karte bezahlt)

Ich: Dann stornieren sie’s.

Sie: Nee, sie suchen jetzt noch was.

Ich: Äh, nein!

Sie: Doch – und legt meine Karte hinten auf die Ablage

Ich: Das is ja jetzt net ihr Ernst. Geben sie mir meine Karte sofort wieder.

Sie: Sie holen jetzt was.

Ich hab meine Karte wieder und hoffe, dass ich mich nicht zu sehr über dir seltsame Laserkasse gelegt habe. Aber dieser Drecksladen sieht mich sicherlich nicht mehr so schnell von innen.

Klicktipp

Wer den Postilion mag, wird sich auch zur Tagespresse hingezogen fühlen. Bissiger, österreichischer Schäh und dazu wunderbar schwarzer Humor.

Grandios. Sehr grandios.

Definitiv ein Klicktipp 🙂

Wanzentage

Für eine liebe Freundin, der ich diesen Artikel widme, weil es ihr genauso geht. Danke, dass wir unsere Freundschaft wiedergefunden haben ❤

Manchmal habe ich das Gefühl, dass gerade im Akademikermilieu viele Menschen unterwegs sind, die sich als ultimative Superwaffen der Menschheit sehen. Im meinem Bekanntenkreis laufen diverse Contests.

Neulich postete eine meiner Lehrerbekannten, wie sie mithilfe eines Arsenals an Küchenmaschinen Kekse für den Backwarenverkauf ihrer Schule produzierte. Wow. Eine andere schrieb mir etwas hysterisch, wie man denn einen Fikus pflege. Da jede Pflanze bei mir einen grausamen Tod stirbt… mir egal.Die einzigen Pflänzchen, die ich aufziehe sind die menschlichen. Bei jemandem, bei dem schon Saubohnenpflänzchen einen qualvollen Tod sterben, weil sie stinken, der sollte keine Botaniktipps geben.

Doch meine Umwelt ist voll davon. Die eine näht gerne. Kann sie, postet sie und ich frage mich, wann ihr mal eine Mutter von benähten Kleinkindern sagt, dass Mützen aus Jeansstoff vielleicht weniger nützlich für Kleinkinder sind. Mittlerweile hat das alles Wettbewerbscharakter entwickelt – und ich bin raus.

Mir egal, wer welche Pflanzen zieht, wer ein Supersonderzertifikat in kirigisischem Klöppeln oder in georgische Schriftzeichen malen hat. Mir egal. Echt!

Warum müssen wir alle in einen Wettbewerb treten? Egal ob beim Heiraten, der Familienplanung oder unserer Freizeit. Wie oft werde ich gefragt, eben von jenen fikuszüchtenden, mützennähenden Spiesermädels, wann es bei mir so weit sei. Zum einen frage ich mich, was das wen angeht, zum anderen, seit wann das nicht mehr Schatzkes oder mein Bier ist.

Ich habe mich mit 19 schon darüber aufgeregt, als meine Klassenlehrerin in Klasse 13 fragte, wann ich denn plane Mutter zu werden. Jetzt bin ich 29 – so what. Warum glauben Leute, es gehöre zum Erwachsenwerden, scheinbare Erwachsenenprobleme zu haben? Warum muss ich mich um’s Verrecken vor meinem 32er noch fortpflanzen und warum überhaupt?

Noch trage ich meine Verantwortung für mein Leben – das zwar nicht ganz so schlecht, aber noch nicht gut genug für Verbindlichkeiten wie Kinder. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Frauen um mich, war ich schon einmal 2 Jahre lang Ersatzmutter und – auch wenn ich die Kiddis meines Exfreundes schätze – meins war es damals (noch) nicht. So what. Ich will meine Freiheit, meine Zeit und die Zeit, die ich brauche, um Dinge wasserfest zu machen.

Das ist zwar spießig, aber besser als Fiken (ist das der Plural?) zu züchten.

 

Achtsamkeitsprojekt

Achtsamkeit, neues Modewort der ganzen Coaches, Psychologen und Mentalmenschen. Eigentlich bedeutet Achtsamkeit nichts anderes, as auf sich zu achten und sich selbst anders wahrzunehmen. Aus diesem Grund baue ich seit Neuestem immer wieder kleine Achtsamkeitsmomente in mein Leben ein. Sei es, dass ich das Schreiben wieder begonnen habe, mich bewusster versuche zu ernähren oder Yoga in meinen Alltag noch stärker einbaue.0168b946-7de3-4f2f-8a30-a28271ee065f

Warum das alles. Ich gehe gerade durch eine schwierige Zeit. Vieles ist wieder im Umbruch und ich brauche Kraft für die Um- und Zusammenbrüche von Beziehungen (nee, nicht die zu Schatzke) und Strukturen. Daher ist es wichtig, dass man zunächst beobachtet, ohne zu bewerten. Soll ja auch ganz gut für den Blutdruck sein. Ich habe mir deswegen wieder mein kleines schwarzes Sozialwissenschaftlerbüchlein besorgt (OK, es ist grün) und ziehe los. Erweitert wird das jetzt von mir durch philosophische Einschübe.

Also wenn ihr #achtsam lest, dann gehört das zu dieser Reihe

Wochenrückblick

 

|Gesehen| „Ich hab nen Studienplatz“ – mäh, bergeweise Flipcharts, mein neues Schätzchen, vertiefungsweise Bücher

|Gelesen| Präsis, Prozessbeschreibungen, Projektanträge, etwas Blasmusikpop, seitenweise Inhaltsbeschreibungen

|Gehört| Eine Reportage über Rabbi Löw, die Kulturgeschichte des Golems, spannende Reportagen über Politik, Schlager

 

|Getan| Präsentiert, diskutiert, Schlaf bewacht, geholfen, abgebogen, geschimpft, gestrahlt
|Gegessen| Salat, Lasagne, Spinatnudeln mit ekelig Fisch, Mannerschnitten
|Getrunken|Tee, Kaffee, Pulvermächer, 7up, noch mehr Tee
|Gedacht| „Selig sind die geistig Armen“, „Das Leben als Schlager“, „Im Zweifel bist Du immer allein“, „Oh, eine Mail“.
|Gefreut|Darüber einige meiner Saubande zu sehen, ein Kompliment, Liebe
|Gelacht| Blöde Mails und Anfragen, Schatz, Mom
|Geärgert| Weiber
|Gewünscht| Ein Megaphon, mehrere Lagen Kleenex
|Gekauft| Bücher – zu viele Bücher❤
|Geklickt|http://www.zeit.de/index

pein

 

Wochenrückblick

|Gesehen| Mein neues Büro, meine neue Büronachbarin, bergeweise Flipcharts, eine liebe Freundin

|Gelesen| Blasmusikpop, Lebensläufe, Versicherungspolicen, Protokolle

|Gehört| Joseph- S.O.S. Overboard; Süße, Du bisch Schörlok; Oh, scheiße; unten: Wunderschönes Cover ❤

 

|Getan| Gestritten, rumdiskutiert, präsentiert, Auto gefahren, Flaschen im Aldi abgegeben, massenweise Make-up entsorgt
|Gegessen| Geschmelzte Maultaschen, Salat, Mohnschnecken, Brezeln, Manners, Warmen Salat mit Nudeln
|Getrunken| Wasser, Tee, Kaffee, Vösslauer Lemmon, Grapefruitsaft
|Gedacht| „Hör endlich auf.“, „Dreistigkeit lohnt sich ja wieder“, „es heißt kollegial“
|Gefreut| Über Besuch, lange Gespräche und die Hundewoche im Büro (Frieda und Rocky <3)

unicorn-badass

Heidi sagt…

Alle Jahre wieder… heute ist das Finale von Germanys Next Topmodel. Gestern las ich auf dem Cover der Intouch-Style-Whatever, dass eines der Models massiv von den Fans gemobbt wird. Heute im öffentlichen Bücherregal fand ich das „Topmodel“-Buch der ersten Staffel und das Unterkapitel: Schöne Seele. Ähm ja.

Dass sich dies wohl nichts ist, was ich gerne lese, ist das eine, auf der anderen Seite ist es für mich als Gegnerin dieser Sendung immer wieder spannend, was in sowas steht.

Zunächst einmal. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Millionen Frauen stehen auf John Cena. Ich hingegen steh mehr auf Dolph Ziggler, denn ich stehe halt doch auf Typen, die völlig bescheuerte Kanten habe. Außerdem stammen unsere Familien aus dem selben Kulturkreis und wir haben etwas Ähnliches studiert. Schlimmer ist es nur bei Schatzke, denn wir haben die identischen Feindbilder, essen gerne dasselbe und sind beide dezent bescheuert. Er sieht aber meinem Idealbild eines Mannes auch nicht wirklich ähnlich, aber charakterlich ist er es total.

Liebe Mädels, es ist sogar fast bumms, wie ihr Euch schminkt – abgesehen von hellblauem Lidschatten, der KEINER Frau steht. Wirklich. Es ist auch egal, wie eure Haare sitzen, denn das ist nur dann etwas, was sich auswirkt, denn ihr solltet euch wohl fühlen und das kommt von der Frau, die fast 10 Jahre ihre Haare geglättet hat, weil sie Locken doof fand.

Der einzige weise Satz von Heidi Klum stammt, ist:

„Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten.“ -Heidi Klum

Und der stammt von Mark- Uwe Klings Känguru

Wochenrückblick

 

|Gesehen| Kopierpapier, mein neues Büro, meine neue Saubande, viel Dreck und Staub

|Gelesen| Blasmusikpop, Erich Fromms Abhandlungen zu Ohnmacht, meine Präsis,

|Gehört| Brandy, you’re a good wife, Záhadnou lasku mam…, „you did an awesome job“ ❤

|Getan| Kopiert, Mails beantwortet, über Sicherheit, Orga und sonstwas debattiert, durch’s Haus telefoniert
|Gegessen| Pizza, Nudeln mit Gemüse, Kekse, Mohnschnecken (Danke an die Mädels aus der Verwaltung)
|Getrunken|Tee, Kaffee, Karamalz, Pilsner Urquell, Wasser, Punika kesse Kirsche (geiles Zeug)
|Gedacht| „Moahr“, „Sterbi“, „uuuuh, ein Anruf von C.“
|Gefreut|Über meine Monschnecke und den Satz: Ich mag, dass Du so bist.
|Gelacht| Meine Saubande, dumme Sprüche in der Mittagspause
|Geärgert| Über fehlende Distanz – der Dauerbrenner
|Gewünscht| So ein Zeit-Zurückdrehdingens aus Harry Potter
|Gekauft| Leuchtturm 1917 ❤
|Geklickt| http://www.nzz.de

karma