Ivaniča-Antoinette II

Ivanica II

Wieder eine Weisheit aus dem Palast bourgeoiser Knallerkategorien. Finde Stärke in anderen. Fuck yeah. Da fällt mir nicht wirklich was dazu ein- wait for it… doch.

Andere können einem helfen, aber jeden Konflikt, jedes Problem muss man selbst durchstehen, selbst den Krieg kämpfen oder zumindest Schlachten schlagen. Wir haben alle unsere Freunde und Familien – manche sind die die Trumps – meine ist eher wie die Guardians of the Galaxy und da bin ich eher Racoon. Doch auch ich muss Mauern sprengen. Echt jetzt

Mein Leben in Gifs

GamorraWenn ich mal wieder männliche Männergefühle verletzt habe, von Männer, die sich ihrer Männlichkeit nicht wirklich sicher sind. #sexismusschelle

Laminatrix und die Imperativ-Allergie

Verfickt nochmal. Ich hasse Imperative und ich hasse sie von Menschen, die nicht mal das verfickte Wort „Bitte“ benutzen können, weil sie es in ihren Führungskontexten nicht hinbekommen. Dann agieren sie in privaten Kontexten, wie sie es als „Führungsperson“ machen und egal wie viele Führungstrainings ihr absolviert habt, ich bin keine von Euren ungelernten Arbeitskräften aus dem Kontext Schweißen und Scheißen. Genau jene Menschen werfen es einem auch als Inkompetenz vor, wenn man studiert hat.

Soll ich Euch geistigen Schneissenschlägern mal erklären, wie Ihr Eure Jobs machen sollt? Nee, dann lasst es mit meinem. Dasselbe gilt genauso für meine Fachbereiche.

Ja, ich hab mal Lehramt studiert und ich hab auch irgendwo hinten links eine gestalterische Ader. Auch bin ich sehr begabt darin, klare Ansagen zu machen. Also schreibt es Euch verfickt nochmal mit:

  1. Ich löse weder Eure psychosozialen Kompensationskomplexe, noch sonstige dumme Idiotenprobleme
  2. Ich bastle nicht auf Zuruf. Sorry, dafür hätte ich gerne die Materialkosten und vor allem das, was ich pro Stunde koste
  3. Ja, ich kann schön schreiben – aber ich hab nunmal verdammt nochmal zu wenig Zeit und auch keinen Bock drauf hässliche, mit Textdiktat versehene dümmliche Sachen zu schreiben
  4. Schon mal dran gedacht, dass ich, wenn sowas schreibe, mich regelmäßig imaginär über Dinge erbreche
  5. Ich schreibe gerne Karten, aber nur dann wenn ich etwas zu sagen habe

Und noch was: Nur weil ich Pädagogin bin, bastle ich nicht schön und kackkreativ bin ich auch nicht. Ich bin eher sowas wie Doktor Cox – genau deswegen nehme ich nur von drei Personen Dienstanweisungen an und wenn mich Kollegen fragen, dann gilt das nur für 4m^2 Büro.

 

Die 90er, die heutigen Twens und ich

Ok, vorab. Ich bin 30. Baujahr 1986 und ich musste die 90er noch komplett als Element meiner modischen Sozialisation ertragen. Umso lustiger, dass ich heutige It-Pieces wie Tatooketten noch im Original aus der Mädchen oder der Bravo Girl kenne… Die Dinger finde ich heute noch gruselig ;).

Ich habe eine Kollegin, die diese Dinger und sowieso den 90er Look sehr gern trägt. Und ihr widme ich dieses Video: Hier, nur für Dich… mein Look- Trauma und der Song im Original, den ich ab und an beim Anspülen trällere…

Mike Tangoo

Zugegeben, ich tue mich schwer mit Bandbios – auch mit der von Mike Tangoo. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, trotzdem etwas über die Band zu schreiben. Die 2017 gegründete Band sind Linas (Gitarre) und Max (Gitarre und Cajon) aus Stuttgart.

Die beiden Jungs hatten ihre Ausflüge durch verschiedene Genres, um dann deutsche Texte mal in laut und in leise mit schönen fetzigen Melodien zu kombinieren. Ich mag es, weil es die Art Musik ist, die man Abends bei einem Bier gut genießen kann.

Ich finde, Mike Tangoo ist einen Blick wert. *klick*

 

Bandbio: Mike Tangoo, das sind Linas (Gitarre) und Max (Gitarre, Cajon) aus Stuttgart. Nach dem sie ihre Jugend damit verbracht haben in verschiedensten Genren Eindrücke zu sammeln, haben sie die zwei Anfang 2017 gegründet. Das Ergebnis bislang: Fetzige Riffs treffen auf intelligente Texte, aber die beiden können auch ruhigere Töne anschlagen und Songs schreiben, die gefühlsmäßig richtig unter die Haut gehen! Wohin die Reise noch gehen wird, das weiß niemand so genau. Jedoch sind die Erwartungen der beiden sehr hoch… in diesem Sinne, lets groove that Shit!

Von Familien und Projektionen

Ich bin gerne für viele Eltern Projektionsfläche für Aggressionen. Oft sind es Wutanfälle, ab und an Geheule und sehr sehr oft wird mir Unverständnis entgegengebracht, weil ich von den Kindern drei Dinge verlange:

  • Kommunikation
  • Eigenverantwortlichkeit
  • Reflexionsvermögen

Leider sehen das viele Eltern nicht so. Ja, ich bin Pädagogin und ja, ich betreue Jugendliche, die ihre ersten Schritte im Arbeitsleben unternehmen. Das bedeutet auch, in die Puschen zu kommen, sich um gewisse Dinge selbst zu kümmern und vor allem, sich Hilfe zu holen. Etwas nicht auf die Kette zu bekommen, ist das eine, aber dann stillschweigend in die Gegend hineinzuschielen ist dämlich.

Deswegen rufen mir bisweilen auch gerne mal Eltern an. Ich verstehe ja, dass Mütter gerne alles im Griff haben – aber nicht mich. Dann gehen Mütter mit zu Abmahnungsgesprächen, schreiben böse E-Mails und rufen wütend an. Alles nur, um sich vor ihre Kinder zu stellen. Und macht es das besser?

Nein, denn genau mit diesem Verhalten bewirken sie, dass das Kind nicht ernstgenommen wird. Super Plan!

Die ultimative Textinterpretation

Bianca Heineke – How it is (wap bap)

Heute widmen wir uns der nahezu subversiv dekonstruktivistischen Kulturkritik der jungen Philosophin Bianca Heinike. In diesem Gedicht thematisiert Heinike die Tristesse eines Alltags einer typischen Jugendlichen, der eine Reihe von Schicksalsschlägen widerfahren. Sie kritisiert so die konsumlastigkeit und den Drang in unserer Jugendsubkultur des Annalenaismus, sich selbst idealisiert darzustellen.

 

It’s late at night, I go to bed
But I can’t get no rest
My boyfriend quit, I’m almost dead
I’ll have to do my best
I’m up and down, I feel so fat
I ain’t got no more fizz
Don’t even get to keep the cat
But that’s just how it is

[Chorus]
I sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da-da
Everybody sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-da-da-da-da

[Verse 2]
I get up late, I stub my toe
I’ve got a few missed calls
I lost my job, I didn’t know
And that’s not good at all
I get my bag, I go outside
Just mindin‘ my own biz
I go to pay, but my card’s been denied
Well, that’s just how it is

[Chorus]
I sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da-da
Everybody sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-da-da-da-da

[Verse 3]
Another week, the same old shit
My troubles gettin‘ worse
And then I get a bigger hit
‚Cause someone stole my purse
I met a guy, he knows my name
He also told me his
And if we want to have some fun
Well, that’s just how it is

[Chorus]
I sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da-da
Everybody sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-da-da-da-da

And that’s just how it is…

Interpretation:

Die Form des lyrischen Werkes ist ein dreistrophig und wird nach jeder Strophe durch einen Kehrvers unterbrochen. Dies symbolisiert die hymnenhaftigkeit des lyrischen Werkes. Verfasst wurde das Werk im vierhebigen Jambus, das selbe Versmaß wie auch in Goethes Wilhelm Meister. Damit spielt die Autorin auf die Epoche der Weimarer Klassik an und es gelingt ihr der Brückenschlag zur deutschen Hochliteratur. Karrikierend greift sie auf eine sehr glockenspiellastige Melodie zurück, um die Groteske des Textes noch zu verdeutlichen, der das typische Leben einer jungen Frau in der Postmoderne thematisiert.

Das lyrische Ich im Text ist weiblich, heterosexuell und vermutlich der deutschen Mehrheitsgesellschaft angehörend.

It’s late at night, I go to bed
But I can’t get no rest
My boyfriend quit, I’m almost dead
I’ll have to do my best
I’m up and down, I feel so fat
I ain’t got no more fizz
Don’t even get to keep the cat
But that’s just how it is

Zunächst beschreibt das lyrische Ich seine Situation. Nach der Trennung ihres Partners geht sie ins Bett, kann nicht einschlafen und ist doch ausgelaugt. Hier spiegelt die Lyrikerin bereits die Fixierung auf eine monogame Partnerschaft in der strukturkonservativen Welt wider. Auch der innere Antreiber, sein Bestes zu geben, was als Mantra der postmodernen konsumorientierten Gesellschaft gilt, wird im Gedicht thematisiert. Dabei spielt sie auch auf die klassischen pubertären Selbstzweifel junger Frauen an, sich zu dick und daher nicht geliebt zu fühlen. Auch der Entzug der Katze durch den Expartner wiegt schwer, denn ihr wird der einzig vorhandene emotionale Fixpunkt im Leben entzogen.Den Abschluss der Strophe bildet der Satz: Es ist wie es ist. Das zeigt die innere Resignation des lyrischen Ichs an seiner momentanen Situation.

[Chorus]
I sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da-da
Everybody sing:
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-di-da-da
Wap-bap, ba-da-da-da-da-da

Der sich nun anschließende Kehrvers wirkt rhytmisch, einem Mantra ähnelnd, mit dem das lyrische Ich eine höhere Macht zu beschwören scheint, die sie durch den Gesängen von Urvölkern ähnenden rhythmischen Wortfolgen zu beschwören scheint. Durch das repititive Wiederholen der Inhalte zeigt sie die innere Haltung der Hoffnung.

[Verse 2]
I get up late, I stub my toe
I’ve got a few missed calls
I lost my job, I didn’t know
And that’s not good at all
I get my bag, I go outside
Just mindin‘ my own biz
I go to pay, but my card’s been denied
Well, that’s just how it is

 Im zweiten Vers beschreibt sie, wie sie ihren Alltag wieder aufnehmen will, aber daran scheitert, denn neben einem angestoßenen Zeh, verschläft sie und sie verliert ihren Arbeitsplatz. Diese existenzielle Krise wird noch dadurch verstärkt, dass sie auch noch die Möglichkeit des Bezahlens verliert. Damit spielt die Lyrikerin auf eine hochgradig gewalthaltige Tendenz der Austauschbarkeit innerhalb des Arbeitssystems an. Durch das Sensibilisieren der Austauschbarkeit des Einzelnen und das Gefühl, obsolet zu sein, evoziert sie Beklemmung. Doch wieder hält sie sich an das Mantra, dass es eben so sei und verfällt in ihre archaisch anmutende Beschwörungsformel.
[Verse 3]
Another week, the same old shit
My troubles gettin‘ worse
And then I get a bigger hit
‚Cause someone stole my purse
I met a guy, he knows my name
He also told me his
And if we want to have some fun
Well, that’s just how it is
Doch nun kommt es zur Exposition im Werk, denn auch noch ihre Identität wird ihr durch den Diebstahl des Geldbeutels genommen. Doch dann scheint ein messianischer Retter in ihr Leben zu treten, der sie beim Namen nennt und ihr Freude verheist. Damit zeigt sie, wie andere, die die Macht des Be-Nennens besitzen in der Lage sind, andere Menschen zu kurzweiligen Freuden zu verleiten, anstatt, dass sie sich aktiv und selbstständig Hilfe holt.
Dieser Text zeigt die Tragik, die unserer Gesellschaft innewohnt. Wir alle sind austauschbare Wesen innerhalb eines, von Konsum und Gewalt bestimmten Diskurses einer höheren Macht, die aber nicht beschworen werden kann.
Hierin zeigt sich die Hilflosigkeit, der wir alle ausgeliefert sind, indem wir uns nicht emanzipieren vom Zwang normiert zu agieren. Durch die emotionale Gewalt, die dem lyrischen Ich angetan wird, zeigt sich die Ohnmacht eines jeden Einzelnen.
Bianka Heiniker schuf hier ein gesellschaftskritisches Werk voller subtiler Anspielungen auf den Konsum, der uns alle insgeheim zu kontrollieren scheint, auch, wenn wir uns selbst scheinbar davon distanziert haben. Danke Bianca!