35 Fragen… Kindheit & Schule

Geklaut bei Fliedermädchen

 

1.) Welcher Film oder Filmszene hat dich in deiner Kindheit erschrocken und nicht schlafen lassen? Ich hab mal in Clockwork Orange reingezappt… Das war die Singing-in-the-Rain-Szene

2.) Hast du als Kind gerne Comics gelesen, wenn ja was? Ich mochte Tim und Struppi

3.) Hast du jemals ein Poesie-Album geführt und wenn ja hast du es noch? Ja, ich habs noch und die vielen komischen Weisheiten von Grundschullehrern verstören mich manchmal. Es ist aber eine schöne Erinnerung

4.) Was war der schlimmste Streich, den du als Kind gemacht hast? Irgendwas mit Böllern

5.) Was war dein Lieblingsmärchen? Brüderchen und Schwesterchen, sowie das tschechische Aschenbrödel nach Bozena Nemcova

6.) Hat dir deine Mutter (oder Erziehungsberechtigter) als Kind, deine Klamotten zum Anziehen hingelegt oder durftest du deine Kleidung für die Schule selber auswählen? Sie hats versucht und ich habs etwas umgewidmet… also bunter Blümchenrock mit Jeanshemd und weißen Strümpfen zu roten Lackschuhen…

7.) Warst du jemand, der eher draußen gespielt hat oder zu Hause? Beides, aber da es mir in meiner Siedlung an vernünftigen Spielkameraden gemangelt hat, war ich so ein Kind vom Spieli

8.) Hast du als Kind Dinge gerne Dinge gesammelt ? Sticker hab ich versucht, fand ich aber eher doof

9.) Gibt es etwas was du nie essen konntest und jetzt auf einmal isst? Blumenkohl… ich hatte ab 14 eine Blumenkohlphobie, da eine Klassenkameradin und ich zusammen gekocht hatten und ich die Kohlweißlingraupen rausgepuhlt hab.

10.) Welche Zeichentrickfilm Serie durftest du als Kind nicht verpassen? Klassisch: Sendung mit der Maus und danach Dogtanian

11.) Kannst du noch einen Zeichentrickfilm Song mitsingen?
Unter dem Meer dee deee dee deeeeee

12.) Hast du als Kind einen Tick oder Zwang gehabt? Ich hab gerne mal Mitschüler verhauen, wenn sie mich hauen wollten. Heute will ich sie noch immer hauen, wenn sie sprechen – oder atmen

13.) Hast du in der Schule die Bücher gelesen oder Wikipedia/Zusammenfassungen benutzt? Wikipedia gabs damals noch nicht… ich hab aber die Lektürehilfen rege genutzt und ab und an hab ich auf meinen Deutschlehrer vertraut – Holgi ❤

14.) Welches Buch in der Schule hast du gehasst? Effi Briest

15.) Bist du schon mal in die Schule gegangen und hast eine Klassenarbeit und einen Test vergessen? Klassenarbeiten nicht, aber Franzkurztests – meine Gabe der Verdrängung

16.) Was war dein Lieblingsfach und Hassfach in der Schule? Lieblingsfächer: Deutsch, Politik, Geschichte und Religion; Hassfach: Französisch (oui madame S. c’est tres blablabla), Physik und BWL

17.) Hast du dich in AG’s engagiert oder nicht? Ja, ich war in der Kultur-AG in der 10. Umsonst ins Theater – geilon

18.) Hast du jemals die Schule geschwänzt? Ja, ne Doppelstunde BWL
19.) Bist du je aus dem Unterricht rausgeflogen? Ich? Nie. Ok, so etwa drölf Mal… einmal in Reli, weil ich meinte, ich mach diese Evangelikalkacke nicht mit und die Lehrerin kann mich nicht mit diesem Straf-Gott-Kack locken.

20.) Warst du in einer Clique? Ich wollte es, dann hab ich festgestellt, dass deren Anforderungsprofil nicht zu meinem Kompetenzraster passt. Dann war ich für mich so etwas

21.) Wie viele Strafarbeiten musstest du machen und wenn ja warum? Einige. Oft wegen groben Unfugs oder wegen aktiver Rebellion… Ich musste einmal rund 100 Mal schreiben, dass ich meine Mitschüler nicht mit Schmirgelklötzen bewerfen soll. Ein anderes Mal musste ich einen Aufsatz darüber schreiben, warum ich mich geklopft hatte. Es waren 15 Seiten Abhandlung über Machtverhältnisse dicker, hässlicher, arroganter, minderbegabter Plunzkühe
22.) Was hat dich in der Grundschule oder Schule motiviert um im Unterricht aufzupassen und zu lernen? In der Grundschule: Es den Daimlerplacken zu zeigen… In der weiterführenden Schule: Daimlerplacken durch Klugscheißen zu ärgern.

23.) Hattest du mal einen Spickzettel? Ja, ich war aber zu aufgeregt, um ihn zu benutzen

24.) Was war dein peinlichstes Erlebnis in der Schulzeit? Ich war schrecklich in unseren Schulsprecher verknallt und hab mich dann komisch benommen…

25.) Hast du in der Schulkantine gegessen oder warst/bist du jemand der Essen mitgenommen oder gekauft hat? Ich war regelmäßig am Kiosk

26.) Hast du im Sport jemals eine Sieger- oder Ehrenurkunde bekommen? Zweite Klasse ne Siegerurkunde, dann wurde ich immer mieser bis in Klasse 12 – da gabs Trampolinspringen.

27.) Was war der stressigste Moment für dich in deiner Schulzeit? Zickenkrieg wegen Mister Überbiss

28.) Hast du schon mal Hausaufgaben abgeschrieben? Ja, konnte vorkommen

29.) Warst du der Klassenclown, der Beliebte, der Nerd oder der Stille? Ich war der Nerd, den die Jungs irgendwie uncool fanden.

30.) Wurdest du schon mal gehänselt wegen Markenklamotten? Ja, weil ich keine Markenklamotten hatte und weil ich ich war.

31.) Was war der schlimmste Fashionfail den du oder andere in der Schule getragen hattet? Pferdepullis

32.) Was war deine schlechteste Note in der Schule? Eine 5- in Franz

33.) Was hast du an der Schule nie gemocht? Manche Mitschüler

34.) Aus heutiger Sicht: welches Fach oder welche Fähigkeiten hätten dir in deiner Schulzeit für dein Leben vermittelt werden sollen? Weniger „Standesdünkelkacke“ mehr leistungsorientiertes Loben

35.) Hat man dir in deiner Schule bei deiner zukünftigen Berufswahl geholfen? Nö. Außer die kompetente Vermittlung von Diskussionsskills – immerhin kann ich das christliche Menschenbild jetzt prima vermitteln…

Nomen est scheißegal

Wenn es etwas gibt, das ich nicht mag, ist, mit dem falschen Vornamen angesprochen zu werden oder wenn jemand meinen Namen falsch schreibt.

Ich finde, es hat etwas mit Wertschätzung und Achtung des Anderen zu tun, ihn und vor allem seinen Namen wahrzunehmen und denjenigen auch so zu benennen, wie das die eigenen Eltern sich gedacht hatten. In meinem Referendariat hatte ich eine Mentorin, die meinen Naachnamen immer falsch geschrieben hatte. Daraufhin war sie – als sowieso schon alles scheißegal war – Mariane. „Mariane“ wurde zum Schlagwort meiner Rebellion gegen sie, die Rektorin, das Kollegium und meine Mitreferendare (Hallo ihr zwei Stalkerhasen!) . Nachdem die erste Phase sowieso schon verkackt war, kam sie und meinte „Das geht gar nicht, meinen Vornamen falsch zu schreiben.“
„Aber Du darfst meinen Nachnamen falsch schreiben?“
„Ich bin Deine Mentorin!“

Mich erinnerte diese Situation an ein Zitat von Oscar Wilde: „Macht ist die einzige Lust, derer man nicht müde wird.“ Macht. Mein liebstes Ding im Universum der Dinge. Jemanden falsch zu benennen bedeutet sich des anderen insofern zu bemächtigen, ihm einen anderen Namen und damit eine andere Identität zu verleihen. Denn das Nennen des Namens hat bereits in der Bibel eine identitätsbildende und anderkennende Funktion. Jemanden mit seinem Namen anzusprechen bedeutet nicht nur den Appell, denjenigen wahrzunehmen, sondern auch, demjenigen zu zeigen, dass er für einen wichtig ist. Ich habe ein Mitglied in meiner Saubande, die es macht und ich finde es wunderschön. Danke hierfür 🙂

Namen sind mehr als Schall und Rauch – sie sind das, was uns ausmacht. Oder würde jemand seinem Kind den Namen der Person geben, die er auf den Tod nicht ausstehen kann?

 

 

Verletzlichkeit und Aufmerksamkeit: Der Kackepost

Ich bin momentan sehr oft mit der Verletzlichkeit einzelner konfrontiert, wobei ich mich frage, wie viel davon wirklich aufrichtig gezeigt wird.

Angefangen hatte es damit, dass sich Göttergatte mal wieder aufgeregt hatte. Es ging um die Idee von TD1D, Menschen eine Woche Diabetes Typ 1 erleben zu lassen. Ich erlebe das Monster seit sieben Jahren täglich, egal ob es beim gemeinsamen Aufwachen ist – „Schatz, ich hab Unterzucker“- oder wenn wir abends unterwegs sind „Hast Du mein Messgerät“. Und ja, sowohl er, als auch ich als Partnerin stoßen oft auf Unverständnis.

Als wir letztes Wochenende auf einer Hochzeit waren, war es so einer der wenigen Momente, in dem wir in unseren ganzen Eingeschränktheiten akzeptiert wurden. Ich bekam von der Braut ein Stück ihrer veganen Torte (Danke meine Süße, Essen mit Dir zu teilen ist grandios :-*) , weil Sahne und Milchprodukte bei mir etwas von Topfschlagen im Mienenfeld haben.  So what?

Der Umgang mit chronischen Krankheiten fordert viel von einem ab. Vor allem, das Hören auf den eigenen Körper ist nicht immer einfach und nicht immer gewährleistbar. Für mich gibt es nichts Schöneres, als mir einen Naturjoghurt mit Honig und Früchten reinzupfeiffen – nur manchmal funktioniert es so nicht wirklich. Ich esse fast keine Süßigkeiten, da muss ich dieses Risiko ab und zu mal eingehen. Doch ich mache wenig Wind drum. Ich frage, ob Milchprodukte drin sind und gut ist. Göttergatte erklärt es den Leuten oft genug, dass er normal essen kann. Ich versuche mich diesbezüglich zurück zu halten, vor allem, weil ich mir oft genug dumme Sprüche anhören darf – vor allem von latent übergewichtigen Männern…

Dumme Sprüche und andere geistige Querschläger

Besonders schön ist es, wenn man sich etwas Veganes bestellt, da das die sicherste Alternative ist und es flötet einem ins Ohr, dass es dem Flöterich viel schlechter gehe, weil derjenige Fruktose hat und deswegen nur frittierte Calamari essen darf.

Und wie oft will man sich dann umdrehen, die Augen verdrehen und dem Flöterich sagen, dass es einem scheißegal ist, von was er kacken muss. Auch als Lebensmittelintoleranter hat man ein Recht darauf, nicht ständig den eigenen Stuhl thematisieren zu müssen, geschweigedenn über die eigenen Flatulenzen zu philosophieren – vor allem nicht beim Essen. Noch peinlicher finde ich es allerdings, wenn  man diese Begriffe dann verniedlicht oder sie pantomimisch umschreibt. Eine Wuthering-Heights-Bewegung von der Brust abwärts soll also synonym für Durchfall stehen. Muss man wissen, kann auch als pantominische Darstellung eines Ballkleides oder sonst etwas verstanden werden.

Ich möchte nicht über das definiert werden, was ich nicht essen kann. Wenn ich das aufzählen würde, bräuchte ich vier Minuten. Ich mache dann einfach eins: Ich ess es nicht. Wenn ich mich vertan habe, dann ist es so, aber ich muss nicht stundenlang darüber lamentieren, dass ich die Pilze, das trockene Stück Brot oder das Wasser nicht vertragen habe. Böse Zungen behaupten, dass sich manche Menschen nicht wahrgenommen fühlten und das sich dann so auswirkt.

 

Aufmerksamkeit durch Krankheit

Ja, als jemand, dessen Körper anders funktioniert als der des Gros der Bevölkerung, bekommt man mehr Aufmerksamkeit. Ich mag das nicht mal so, weil ich weniger wegen meiner Darmfunktion, als dafür, wer ich bin und was ich zu sagen habe, erkannt werden will. Aber wenn man nichts anderes als die Konsistenz der eigenen Kacke hat?!

Nehmt Euch doch bitte als Menschen wahr und nicht als Laktoseintolerante. Und erkennt andere Betroffene an, dass die es evtl anders haben, als ihr. Wenn ihr nen Liter Milch sauft, ist es klar, dass es Euch schlecht wird. Macht ja auch kein normaler Mensch.

Weiterentwickeln?

ReiterparadeHallo ihr Lieben,

herzlich Willkommen zur Reiter- und Schriftenparade…

ich hätte gerne Feedback zu unterschiedlichen Schriften, die ich gerne für meine Reiter verwenden würde. Hintergrund ist der, dass ich mein Eulchen zwar mag, aber gerne ein einheitlicheres Outfit für meinen Blog hätte.

 

Schriften

Bitte gebt mir ein Feedback zu den einzelnen Schriften, da ich so gerne meine Reiter für:

  • Mein Leben in Gifs
  • Gedanken
  • Laminatrix-Klassiker
  • Das literarische Solo

gestalten würde.

 

Merci

Gedanken

Gehen wir in unserem Streben danach, unsere Bedürfnisse zu befriedigen, nicht zu weit?

Sind es nicht gerade die Bedürfnisse, die kurzfristtig und wenig nachhaltig sind, die uns dazu verleiten andere Menschen, die Umwelt und unsere sozialen Beziehungen zu zerstören?

Ist selbstzentriertes Verhalten nicht etwas, das wir bereits von vorangegangenen Generationen gelernt haben?