#wearesinus

Teil 2… endlich.

Lange habe ich gesucht und dann doch noch etwas gefunden. Als nächstes kommen die Traditionellen an die Reihe. Die Gruppe, die wohl am stärksten vom Aussterben bedroht ist, weil sie meine Generation gen alle Seiten bewegt. Nichtsdestortrotz sind sie fester Teil – vor allem der Landbevölkerung. Ganz liebenswert und eigentlich auch nicht so ganz verkehrt. Man sieht: Alles hat seine Ordnung und nichts ist zu viel. Zu viel Chichi oder so… Jetzt das Kleid:

Es entstammt einem ortsansässigen Brautmodenladen, orientiert sich an Trends und wirkt doch gerne etwas altbacken. Aber nett. Bevorzugt werden Taft und Raffungen. Also nichts Ungewöhnliches. Quelle: http://cinderella-traumkleid.de

taftkleid

 

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#wearesinus

So, Teil 1 der Serie…

Lange habe ich mir überlegt, welche Schätzchen ich mir als erstes auswählen sollte und … es wurden die Hochzeitskleider. Warum? Frauen wollen meistens heiraten, nur wie sie sich darstellen, da unterscheiden sie sich. Ich nehme mir als erstes die Hochzeitsmode des Establishements vor. Diejenigen, die vermögend, konservativ, meist konfessionell geprägt und stark traditionalistisch sind. Bekannt als klassische Perlenpaulas der großen und traditionsreichen Universitätsstädte, heiraten sie meist standesverwand – also das Geld heiratet einander. Gerne mit den diversen bohèmiasquen Einschlägen bleiben die Damen doch dann letztendlich ganz klassisch. Eher konservatv sozialisiert, humanistisch gebildet, widmen sich diese Frauen gerne Studiengängen wie BWL oder Jura, sind mit einem Mann aus einem ähnlichen Berufsfeld, bzw. einem Ingenieur verheiratet und stehen für das Bürgertum. Modisch orientiert sich die ganze Kiste an Trends, doch leider nie zu sehr. Heraus kommen Kleider aus Prinzessin Kates Kleiderschrank, die nicht zu prinzesslich sind, aber doch sehr im schichtspezifischen Understatement verhaftet. Abgesehen vom Make-up, ist die Sache sehr klar, aufgeräumt und hochwertig.

Klassisch etabliert

SINUS und Milieus

Wie ich neulich in diesem Artikel erwähnt hatte, wollte ich Euch die SINUS- Milieustudie vorstellen und das anhand eines Fotoprojektes. Jetzt kennt sie jeder,der etwas sozialwissenschaftlich unterwegs ist und spätestens bei der Lektüre der einzelnen Feuilletons, in denen die heutige Teenagergeneration nicht ganz so gut wegkommt, ist zumindest der Name bekannt.

Das Sinus- Institut untersucht seit Anfang der 1980er Jahre die unterschiedlichen sozialen Milieus in Deutschland. Ziel ist es über qualitative Befragungsmethodiken Werte, Einstellungen und Lebensstile herauszinden und zu beschreiben. Dabei geht es nicht um eine primär numerische Zuordnung, sondern darum, verschiedene Gruppen herauszufinden und deren Lebenswelten zu beschreiben.

Die Sinus-Milieus liefern ein wirklichkeitsgetreues Bild der soziokulturellen Vielfalt in Gesellschaften, in dem sie die Befindlichkeiten und Orientierungen der Menschen, ihre Werte, Lebensziele, Lebensstile und Einstellungen sowie ihren sozialen Hintergrund genau beschreiben. Mit den Sinus-Milieus kann man die Lebenswelten der Menschen somit „von innen heraus“ verstehen, gleichsam in sie „eintauchen“. Mit den Sinus-Milieus versteht man, was die Menschen bewegt und wie sie bewegt werden können. Denn die Sinus-Milieus nehmen die Menschen ganzheitlich wahr, im Bezugssystem all dessen, was für ihr Leben Bedeutung hat. (Sinus- Institut, 2016)

Vor allem die Bilder der Wohnzimmer bzw. Jugendzimmer bei der Jugendstudie gelten vor allem unter Sozialwissenschaftlern immer als Highlight. Da ich ja mittlerweile im Jugendarbeitsbereich arbeite, ist es für mich immer wieder faszinierend, wie viel Milieu in uns allen steckt. Da allerdings die jugendliche Lebenswelt das ist, womit ich meine Brötchen verdiene, werde ich mich den Erwachsenen widmen.

*hier* findet ihr die detaillierten Milieubeschreibungen und *hier* weitere Infos zu den Studien des SINUS- Institutes.

německý!

Wenn ich etwas liebe, dann sind es Menschen, die auf ihr Deutschsein super stolz sind. In meinem Nachbarort wurde gestern einem Typen, der seinen Garten machen ließ, ein Ball aus dem Garten gemopst. Und das Schlimme war, es waren Ausländer, die nicht deutschig aussahen. Natürlich entbrannte dann die Diskussion über das Dasein als Bürger zweiter Klasse – nicht nur bei Satschüsseln auf dem Dach, sondern auch beim Mopsen von Gemüse.

Genau da warf eine Mitdiskutierende ein, ob er sich sicher gewesen sei, ob es Asylanten waren oder doch evtl. Deutsche. Dann kam das:

Steffanie

Herzlichen Glückwunsch, Steffi mit 2 f,

ich bin stolz auf Dich und Dein Nationalbewusstsein, echt. Man merkt gleich, dass Du mächtig stolz darauf bist, Teil einer Gruppe zu sein. Es sind zwar diejenigen, bei denen die Blondierung durch die Schädeldecke durchdiffuniert ist, aber super, dass Du Dich als Teil eines Ganzen fühlst.

Und Danke, dass ich wegen Menschen wie Dir gottfroh bin, nicht mehr zu unterrichten. Weil ich Euch wahrscheinlich irgendwann mit Blondierung beworfen hätte.

Mein Leben in Gifs

Mein Gesicht, wenn ich Knutschebilder von Paaren sehe, die nun wieder ihre Liebe entdeckt hatten, obwohl es als Teenager nicht funktioniert hat…

Böhmi

Milieustudie

Heute war ich auf einer Fortbildung zu den Sinus Milieus. Da hatte ich die Idee zu diesem Projekt. Ich suche mir Bilder zu den einzelnen Milieus und verfasse dazu Texte und Kommentare. Zusammengefasst wird es unter #wearesinus

Die Agenda dazu werdet ihr in diesem Beitrag finden.