Ein Jahr, es geht voran

365 sehr spannende Tage neigen sich dem Ende… 180 Seiten Thesis sind geschafft. Ich habe 62 tolle junge Menschen kennengelernt, für die ich die Verantwortung habe und sie gerne trage. Nach acht Jahren Ford Ka und einem 15 cm Riss im Schulterblatt, bin ich nun Fiestafahrerin und leicht invalide. In vier Wochen Angst habe ich gelernt, dass meine Familie doch sehr besonders ist und ich Freunde habe, die mich nicht im Stich gelassen haben. Für andere Menschen trifft das nicht zu, aber es ist ok, dann weiß ich wenigstens, woran ich bin.

Mein neuer Job hat mich verändert, ebenso die kleine Lebensaufgabe, die mir in den letzten elf Monaten viel Freude und mich zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht hat. In diesem Jahr durfte und musste ich wachsen und ich bin sehr dankbar dafür, wie sich alles entwickelt hat. Tausend Dank an alle, die mich begleitet haben, die da waren, an jenem Tag, als sich alles vom einen auf den anderen Moment verändert hat. Besonders hervorzuheben sind meine beiden besten Freundinnen ohne die wahrscheinlich eine gewisse Person nun mit dem Kopf in den Dachziegeln der Uni stecken würde und ich massive Erklärungsnöte hätte.

Ich weiß, ich habe einige Menschen verletzt. Das hatte bei manchen sicherlich den Grund, dass ich ganz nach dem Rechtsgrundsatz aus Exodus 21,23-25 agierte: „[…] so sollst du geben Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme.“ Denn auch meine Nächstenliebe hat Grenzen, vor allem dann, wenn mir die Mildtätigkeit selbst Schaden zufügen würde. Auch hier habe ich eine wichtige Erkenntnis gefällt, nicht zuletzt durch meine Thesis.

Ich habe eins festgestellt: Wachsen tut weh, es verändert, aber man wird sich klarer. Danke vor allem an den wundervollen Mann, der seit 5 1/2 Jahren da ist. Danke an einen mutigen Menschen, der vollendet, was ich begonnen habe (My personal Hero) und an all diejenigen, die während der schlimmsten vier Wochen meines Lebens da waren. Danke für Eure Nachsicht, Eure tröstenden Worte und dass ihr an mich gedacht habt.

Danke an mein Team und meine Teamleitung für den Beistand und das Mitfreuen und an jene Buddys, die mich manchmal zum Schieflachen gebracht haben. Danke für tolle, lange Telefonate, Umarmungen und gemeinsame, wahnwitzige Ideen.

In dem Sinne: Ich wünsche Euch ein gutes, positives neues Jahr mit vielen Impulsen und Räumen zum Wachsen.

 

 

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