Gedanken zum Advent 2

Oder: Ich schütze das christliche Abendland

Gerade möchte ich aktiv in Fressen erbrechen. Ich lese, seitdem die „Flüchtlingswelle“ in Deutschland ankommt, jeden Tag die selbe Grützwurst. „Ich fühle mich nicht sicher, weil wegen den Flüchtlingen“, „ich war auf dem Weihnachtsmarkt und da war nichts Deutsches mehr“, „ich bin kein Rassist, aber…“

Es geht mir auf den Keks. Weniger die Ängste dieser Teile der Bevölkerung, als eher der Gedanke dahinter, das christliche Abendland schützen zu wollen. Es gibt einen Glaubensgrundsatz von Christen und der lautet Nächstenliebe. Das bedeutet nicht, sich von seinem Nächsten ordentlich durchknattern zu lassen, sondern, mit anderen achtsam umzugehen. Allerdings endet der Nächste und der Gedanke an diesen nicht bei der eigenen Nation, denn unser Nächster ist ein Mensch – manchmal sogar auch ein Tier. Respektvoll mit anderen umzugehen, hat nichts mit dem bescheuerten Konstrukt des 19. Jahrhunderts von Nation und Nationalität zu tun. Nächstenliebe bedeutet, Schwächeren zu helfen.

Anstatt also für PEGIDA auf die Straße zu gehen und Stammtischparolen zu grölen, sollte man sich einmal auf das besinnen, was christlich im Sinne von Nächstenliebe und Wertschätzung bedeutet. Meine Fresse.

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