Fat Shaming, Boobs und Dolph Ziggler

Riotschminke ist ein toller Blog. Endlich was für mich: Kampf den Stereotypen und ein sauberer Lidstrich… Läuft.

Den Euch verlinkten Youtube- Whatever habe ich zum Anlass genommen, mir selbst Gedanken zu machen: Aktuell habe ich einen BMI von 22 – ich trainiere viel wegen meines Rückens und ja, ich achte auf mein Gewicht und das, was ich esse. Abnehmen ist bei mir momentan auch ein Thema, einfach, weil ich finde, dass mein A- Körbchen nicht von meinem Bauch überwuchert werden sollen.

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Riotschminke ist ein toller Blog. Endlich was für mich: Kampf den Stereotypen und ein sauberer Lidstrich… Läuft.

Den Euch verlinkten Youtube- Whatever habe ich zum Anlass genommen, mir selbst Gedanken zu machen: Aktuell habe ich einen BMI von 22 – ich trainiere viel wegen meines Rückens und ja, ich achte auf mein Gewicht und das, was ich esse. Abnehmen ist bei mir momentan auch ein Thema, einfach, weil ich finde, dass mein A- Körbchen nicht von meinem Bauch überwuchert werden sollen. Das finde ich nicht ästhetisch. Allerdings bin ich von je her mit breiten Hüften gesegnet – ich habe typische Love Handles – oder uncharmant gesagt: Hüftspeck. Seit Jahren höre ich Sätze wie: Du hast nen fetten Arsch oder ein gebärfreudiges Becken. Neulich in der Sauna meinte der etwas an ein Kind aus der Sahelzone erinnernde Aufgießer, dass er das durch den Bereich schreien müsste. Und da war es wieder da – das Gefühl nicht normiert zu sein.

Bei Germanys Nex Topmodel bekäme ich nie ein Bild, weil ich zu fett bin. Gleichzeitig muss ich mir oft von adipöseren Frauen anhören, dass Männer Kurven und keine Knochen wollen. Das gilt aber nur dann, wenn die Oberweite einigermaßen groß ist. Ich bin eine Fettarschpflunze mit wenig Pflunz. Meine Figur ist – auch wenn es jetzt verdammt etnozentristisch klingt typisch für die Gegend, aus der Meine Familie stammt. Wir kommen aus Böhmen, der heutigen Tschechei und da bin ich Normtyp (echt geil das Gefühl ne Jeans zu kaufen, die mich nicht zerquetscht). Gleichzeitig muss ich mir immer wieder von jenen etwas beleibteren Bekannten anhören, dass Männer ja nur auf Brüste stünden. Schön. Aber will ich eigentlich einen Mann, der mich nur wegen des Fettgehaltes meiner Brüste liebt… Ok…

Mich nervt an der ganzen Fat Shaming Geschichte nur eins: Dass ständig mit Maßen und Normen argumentiert wird. Männer mögen Kurven und Hunde spielen mit Knochen. Vielleicht hat manchmal die Kurve oder manchmal der Knochen den besseren Charakter, das schönere Lächeln oder irgendetwas anderes, was einen anderen Menschen an einem anspricht. Ich liebe auch jene BMI- Diskussion. Ohooo man ist ab einem BMI von 24 übergewichtig. Das hat mancheinen Sportlehrer in Deutschland schon die Verbeamtung gekostet. Aber wer würde Menschen, wie einige Profiwrestler als übergewichtig bezeichnen? Warum ich ausgerechnet auf jene durchtrainierten, in Unterhosen aus Spandex rumspringenden Freaks anspiele? Nun, weil jene Menschen auch einige Stigmata haben, über die sie definiert werden. Man nehme den großen Hall- Of- Famer Rikishi. Der Mann hat Kraft und bewegt sich sehr schnell für seine 183 Kilo. Und er gehört zu den ganz Großen. Einer, dem ich diesen Erfolg wünschen würde ist Nicholas Nemeth – nicht weil ich ihn echt attraktiv finde – sondern, weil er genau diese Stereotype auf intelligente und etwas charmante Weise auszunutzen weiß.Er ist eben nicht jener Hühne, der als Captain America Verschnitt durch die Welt läuft und in dem Punkt schon etwas Idol, was seine Perfektion in der Karikatur eines Supertypen ausmacht.

Aber warum genau sind hier Männer privilegierter, als Frauen? Betrachte ich die Bella- Twins, möchte ich beiden etwas zu essen geben und Nikki einfach mal ordentlich durchkitzeln lassen – dann fände ich sie wesentlich hübscher, als mit der KIllerflätz (böses Gesicht). Warum werden Frauen immer nur anhand ihrer Maße definiert – und wenn man versucht es nicht zu machen, steht da der Saunaheini, der aussieht, als würde seine Frau nie kochen und die wahrscheinlich selbst so ausschaut.

Und jetzt an alle, die meinen mein Arsch sei zu fett, meine Brüste und ich zu klein und meine Nase zu eigenartig geformt.

  1. Habt Ihr einen Spiegel zuhause? Ja? Schaut mal rein und konfrontiert Euch selbst damit, was Ihr so anderen an den Kopf werft – bringt einen ziemlich down
  2. Ihr wurdet so gemacht durch das Zusammenwursteln Eurer Gene – so, wie ich durch das Zusammenwursteln meiner Gene gemacht wurde. Warum dann das Drama
  3. Jeder Mensch findet etwas anderes attraktiv. Oft sind es nicht einmal Dinge, die man sehen kann. Ich finde Humor super wichtig, Intelligenz, einen integeren, loyalen Charakter, Charme, ähnliche Einstellungen… und da ist es mir egal, welchen Bizepsumfang ein Mann hat – ehrlich
  4. Wenn Ihr Euch von Euch aus verändern wollt, ist das super. Oft spielen auch medizinische oder auch psychische Gründe eine Rolle und das ist ok. Nur macht es, wenn ihr es wollt
  5. Und zu meinem Aufgieser: Alter, Schnauzer ist seit den 80ern out… Nenne ich Dich deswegen Mager-Magnum? Nee, also. Respekt hilft dabei selbst respektiert zu werden. So verhält es sich auch mit Wertschätzung

Und noch etwas zum Abschluss: Akzeptiert es doch endlich, um andere zu akzeptieren. Ich mache und kann es auch nicht immer, aber ich bemühe mich. Ich habe Freundinnen und Freunde aller Gewichtsklassen und ich mag sie nicht wegen der Statur oder demGewicht. Ich mag sie wegen dem, was sie sind und wie sie sind. Ich liebe meine Nerds, meine Mittussis und meine Strebergang. Ich liebe meine besten Freundinnen, die alle ganz besondere Menschen sind und bei denen mir die Figur so scheißegal ist. Mehr Selbstliebe, weniger Titten, Arsch und BMI.

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